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AKTUELLE PRESSEMITTEILUNG

Lübeck, 17.02.2021

第一竞彩网er Modell: erste gemeinsame 第一竞彩网er Professur für Musikergesundheit

Die Musikhochschule 第一竞彩网 (MHL) und die Universit?t zu 第一竞彩网 (UzL) schreiben erstmals eine gemeinsame Professur für Musikergesundheit aus. Durch Vernetzung mit anderen Institutionen wie den 第一竞彩网er Musikschulen und dem Theater 第一竞彩网 soll durch diese Stiftungsprofessur, die zun?chst von der Possehl-Stiftung 第一竞彩网 finanziert wird, ein ?第一竞彩网er Modell zur Musikergesundheit“ entstehen. Es soll nicht nur Studierenden und Hochschulangeh?rigen, sondern auch anderen Musikprofis und musikausübenden Laien zugutekommen und einen umfassenden Beitrag zur vielf?ltigen regionalen Musikkultur leisten.

MHL und UzL haben ein ?第一竞彩网er Modell zur Musikergesundheit“ begründet, zu dem künftig Lehrt?tigkeit und Forschung an beiden Hochschulen sowie Beratung für Musikprofis und Laien geh?ren. Viele Musikausübende leiden unter gesundheitlichen Problemen. Dazu geh?ren schmerzhafte Verspannungen, eingeschr?nkte Bewegung, Tinnitus, Lampenfieber und Versagens?ngste. Sie k?nnen gravierende Folgen für das Musizieren haben und im schlimmsten Fall das Ende einer Karriere bedeuten. Gründe sind in Fehlhaltungen oder ?berbelastung zu suchen, vielfach auch in psychischem Stress und Leistungsdruck, dem Musikausübende oftmals ausgesetzt sind.

Das ?第一竞彩网er Modell zur Musikergesundheit“ umfasst mehrere Bausteine, die hier Hilfestellung und Prophylaxe anbieten wollen: An der UzL soll eine ?ffentliche Sprechstunde mit dem Ziel etabliert werden, diesen Beschwerden mit Lernstrategien und Schulungen zum Thema K?rperwahrnehmung zu begegnen. Betroffen von gesundheitlichen Problemen sind dabei nicht nur Profi-Musiker und -Musikerinnen, sondern auch Kinder und Jugendliche, für die Pr?vention und Aufkl?rung im Fokus stehen sollen. An der MHL wird ein theoretisches und praktisches Lehrangebot zur Musikergesundheit und Musikmedizin aufgebaut. Die Professur bietet dort au?erdem Beratung und Weiterbildung nicht nur für Studierende und Dozierende an, sondern auch für die ?ffentlichkeit. Weiterhin soll an beiden Hochschulen zu Musikmedizin und Musikphysiologie geforscht werden.

Das 第一竞彩网er Modell zeichnet aus, dass es sich nicht nur an Hochschulangeh?rige richtet, sondern mit Weiterbildungsangeboten und Beratung auch an Lehrkr?fte der Musikschulen, freischaffende Musikunterrichtende, Orchestermusikerinnen und -musiker sowie singende und musizierende Laien. Es fu?t auf einer engen Kooperation der MHL, der UzL und dem UKSH mit seinen Kliniken. Andere 第一竞彩网er Kulturinstitutionen sind Kooperationspartner wie die 第一竞彩网er Musikschulen und das Philharmonische Orchester der Hansestadt 第一竞彩网.

Max Sch?n, Stiftungsvorstand der Possehl-Stiftung 第一竞彩网 sagt dazu: ?Die Possehl-Stiftung finanziert diese Professur, weil sie in vielfacher Hinsicht richtungsweisend ist: Musikhochschule 第一竞彩网 und Universit?t zu 第一竞彩网 kooperieren zum Wohl der Kulturschaffenden in unserer Stadt. Denn die Begleitung und Entwicklung junger, begabter Künstlerinnen und Künstler umfasst so viel mehr als die Ausbildung künstlerischer Virtuosit?t. Ein achtsamer Umgang mit der eigenen Gesundheit kann einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer selbstbewussten Künstlerpers?nlichkeit leisten. Besonders sch?n ist, dass die jetzt entstehenden Angebote nicht nur den Studierenden, sondern auch Laienmusizierenden zu Gute kommen werden.“ Prof. Gabriele Gillessen-Kaesbach, Pr?sidentin der UzL, erl?utert: ?Die gemeinsame Professur von Universit?t und Musikhochschule ist landesweit einmalig und stellt mit ihrer transdisziplin?ren Perspektive einen wichtigen Schritt in Richtung einer weiteren verst?rkten Vernetzung wissenschaftlicher Kompetenzen der beiden 第一竞彩网er Hochschulen dar. Die Einrichtung dieser Brückenprofessur erm?glicht zudem viele Impulse für die Wissenschaft, die Ausbildung der Studierenden, die medizinische Versorgung von Musikausübenden und st?rkt die Vernetzung der in 第一竞彩网 so pr?genden Musikszene in ihrer ganzen Bandbreite.“ MHL-Pr?sident Prof. Rico Gubler erg?nzt: ?Ziel der Musikmedizin ist es, den Musikausübenden bei der Bew?ltigung ihrer Schwierigkeiten zu helfen und zu verhindern, dass es überhaupt zu schwerwiegenden St?rungen kommt. So sollte bereits in jungen Jahren an der Spielhaltung gearbeitet und die K?rperwahrnehmung geschult, sollten Methoden zum Abbau von Stress und Lampenfieber erlernt werden.“ Zu diesen Methoden geh?ren unter anderem Alexandertechnik, Feldenkrais, Kinesiologie, Yoga, Eutonie und Meditation.

Zur Professur für Musikergesundheit, die voraussichtlich ab Wintersemester 2021 an der MHL verankert wird, gibt es auch eine Stelle für wissenschaftliche Mitarbeit, die den Aufbau einer Einrichtung für Musikmedizin an der UzL unterstützen soll. Die Anschubfinanzierung für das 第一竞彩网er Modell leistet mit rund 600.000 Euro die Possehl-Stiftung 第一竞彩网 für zun?chst fünf Jahre, nach einer Evaluation soll die Professur dann verstetigt und von der MHL und Uzl weiterfinanziert werden. Die vielf?ltige 第一竞彩网er Musikkultur k?nnte mithilfe dieser Unterstützung der Hochschulen langfristig und nachhaltig erhalten werden.

 

 

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Lübeck, 16.02.2021

"MHL-Studios" pr?sentieren 第一竞彩网er Klarinettenklassen

In der Reihe "MHL-Studios" pr?sentieren sich im Streaming-Kanal der Musikhochschule 第一竞彩网 (MHL) am Freitag, 19. Februar um 18 Uhr die 第一竞彩网er Klarinettenklassen. Unter dem Motto "Rhapsodie und Sonatine" pr?sentieren sechs Studierende herausragende Werke des 20. Jahrhunderts.

Mit virtuosen Kompositionen unter anderem von Debussy, Martin?, Horovitz und Poulenc spannen die jungen Interpreten im vorletzten Konzert der Reihe "MHL-Studios" einen Bogen vom franz?sischen Impressionismus über tschechischen Neoklassizismus und von Jazz beeinflusster britischer Musik bis hin zur reduzierten Klarheit der "Group de Six". Ausführende sind Studierende der Klasse von Prof. Sabine Meyer und erstmals auch der Klasse des neuen Klarinettenprofessors Jens Thoben. Es spielen Lina-Maren Gronemeyer, Sophie Kockler, Lina Kukulina, Oleg Shebeta-Dragan, Elisa Theres Weber und Lisa Wegmann. Sie sind als Sieger aus nationalen und internationalen Wettbewerben hervorgegangen und bereits mehrfach mit Stipendien ausgezeichnet. Am Klavier begleiten Christian Ruvolo und Tamami Toda-Schwarz.

Debussys "Première Rhapsodie" für Klarinette und Klavier entstand 1909 als Wettbewerbsstück für die Klarinettisten des Pariser Conservatoire. Das ebenso tr?umerische wie technisch brillante Stück geh?rt zum Raffiniertesten, was die Literatur für Klarinette zu bieten hat und fordert vom Interpreten Oleg Shebeta-Dragan gr??te Virtuosit?t. Von Debussys Klangwelt beeinflusst ist auch die Sonatina für Klarinette und Klavier aus dem Sp?twerk von Bohuslav Martin?, der viele Jahre in Paris war. Zu h?ren sind jedoch auch Einflüsse der Volksmusik seiner tschechischen Heimat. Elisa Theres Weber stellt das t?nzerische, rhythmisch komplexe und abwechslungsreiche Stück vor. Im schnellen Wechsel zwischen lyrischen Passagen und virtuosen Ausbrüchen interpretiert Lina-Maren Gronemeyer die "Rhapsody" für Klarinette solo des US-Amerikaners Willson Osborne. Das wie eine freie, melancholisch-leidenschaftliche Improvisation anmutende Stück erfordert von der Interpretin Kraft und eine perfekte Atemtechnik. Weiterhin steht die charmante und melodi?se Sonatina für Klarinette und Klavier des Briten Joseph Horovitz auf dem Programm, in seiner Harmonik und Klangsprache von Jazz, Blues und franz?sischem Chanson beeinflusst. Interpretin Sophie Kockler kann hier bei vielen Charakter- und Tempowechseln die gesamte Palette vom klassischen Stil bis hin zur Popularmusik ausreizen. Lina Kukulina stellt sich mit der Sonate für Klarinette solo von 1963 des Rum?nen Tiberiu Olah vor, das "modernste" Werk des Konzertprogramms. Rhythmisch komplex und hochvirtuos, ist dieses Stück eine echte Tour de Force für die junge Interpretin, die Spezialeffekte wie Glissando, Flatterzunge und Slap Tongue bei einer nahezu mehrstimmigen Kompositionsweise zu meistern hat. Lisa Wegmann schlie?lich spielt die berühmte Sonate für Klarinette und Klavier von Francis Poulenc, ein Sp?twerk, entstanden 1962 im Jahr vor seinem Tod. Uraufgeführt wurde sie vom Auftraggeber Benny Goodman zusammen mit Leonard Bernstein am Klavier. Der Komponist geh?rte zur "Group de Six", die Klarheit und reduzierte Mittel in der Musik forderten und sich auch popul?ren Musikstilen wie dem Jazz zuwandten. Auch dieses Stück ist in seiner satztechnischen Kargheit mit seinen extremen Farben und Charakteren für die Interpretin technisch wie künstlerisch h?chst anspruchsvoll.

Das vorerst letzte Konzert der Reihe "MHL-Studios2 wird am Freitag, 26. Februar um 18 Uhr ausgestrahlt. Dann konzertieren Studierende der Geigenklasse von Prof. Elisabeth Weber. Alle MHL-Studio-Konzerte sind unter www.mhl-streaming.de rund um die Uhr abrufbar.

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Lübeck, 15.02.2021

Adrian Diaz Martinez neuer Professor für Horn an der MHL

Adrian Diaz Martinez wird Professor für Horn an der Musikhochschule 第一竞彩网 (MHL). Der 29-j?hrige Spanier gilt als einer der führenden Hornisten seiner Generation. Die Professur in der Nachfolge von Christoph E? startet zum Wintersemester, Diaz Martinez unterrichtet Hornstudierende der MHL jedoch bereits ab April im Lehrauftrag.

Adrian Diaz Martinez wurde in Madrid geboren und erhielt seine musikalische Grundausbildung in seiner Heimatstadt. 2017 schloss er sein Musikstudium bei Marie-Luise Neunecker an der Hochschule für Musik ?Hanns Eisler“ in Berlin mit dem Master ab. Der mehrfach preisgekr?nte junge Hornist kann bereits auf eine internationale Orchesterkarriere blicken. Bereits als 16-J?hriger wurde er ins Schleswig-Holstein Musik Festival Orchester und ins Gustav Mahler Jugendorchester aufgenommen und spielte w?hrend seiner Studienzeit im Konzerthausorchester Berlin. Als tiefer Hornist ist er seit 2014 festes Mitglied im NDR Elbphilharmonie Orchester und seit 2019 im Bayreuther Festspielorchester. Diaz Martinez arbeitete mit weiteren renommierten Orchestern wie unter anderen den Berliner Philharmonikern, dem Mahler Chamber Orchestra und der Capella Andrea Barca. Er trat bei renommierten Festivals auf wie dem Zermatt Festival und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.

Auch als P?dagoge ist Diaz Martinez erfahren: Seit 2017 unterrichtet er als Dozent für Horn an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und seit 2020 an der Brass Academy Alicante. Zudem gibt er Meisterkurse an Hochschulen in ganz Europa und doziert gelegentlich auch in Korea und Japan. 2018 ver?ffentlichte Diaz Martinez seine erste CD mit dem Titel ?Avantgarde“. Zusammen mit der Pianistin Ikuko Odai pr?sentiert er darauf selten zu h?rende Werke für Horn und Klavier von Hermann Neuling, Francis Poulenc, Jan Koetsier und Jane Vignery. In diesem Jahr will das Duo ein weiteres Album mit dem Titel ?Manu Scriptum“ vorlegen.

Diaz Martinez freut sich auf seine neue Aufgabe an der MHL: ?Ich kann es kaum erwarten, in diesem wundersch?nen Geb?ude mit seinem sehr famili?ren und hilfreichen Betrieb zu unterrichten. Mein gr??ter Wunsch ist es, eine Hornklasse aufzubauen, mit der ich meine Begeisterung und meine Bewunderung für die Musik teilen kann. Obwohl die technische Arbeit eine der wichtigsten Grundlagen ist, gilt mein Fokus dem Selbstvertrauen der Studierenden. Sie sollen ihr Instrument so beherrschen, dass sie in der Lage sind, alles auszudrücken, was ihnen am Herzen liegt. Für mich ist die Musik – insbesondere in diesen schwierigen Zeiten – eine wunderbar menschliche Kunstform mit starker Wirkung für ein besseres Leben.“

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Lübeck, 09.02.2021

ISMA-Preistr?ger spielen in der Reihe "MHL-Studios"

Am Freitag, 12. Februar zeigt die Musikhochschule 第一竞彩网 (MHL) in ihrem Streaming-Kanal unter "MHL-Studios" ab 18 Uhr ein Konzert mit Studierenden des Instituts für schulbegleitende Musikausbildung (ISMA). Im Fokus stehen die Preistr?ger des diesj?hrigen Wettbewerbs um den Musikpreis der St?hler-Stiftung Stade, den die MHL zum zweiten Mal ausgelobt hat.

Im Konzertprogramm spiegeln Werke aus drei Jahrhunderten unter anderem von Schumann, 第一竞彩网, von Weber, Debussy und Schostakowitsch wider, dass bereits im ISMA die kammermusikalische Arbeit ein wichtiger Baustein der Ausbildung ist. Erster Preistr?ger ist der sechzehnj?hrige Pianist Dorian Saad. Er studiert in der Klasse von Professor Manfred Aust und ist als mehrfacher Preistr?ger aus dem Wettbewerb "Jugend musiziert" auf Landes- und Bundesebene hervorgegangen. Er überzeugte die Jury mit der Pr?senz und Kompetenz, sowohl seiner Interpretation als auch seiner Moderation, die als Bestandteil des Wettbewerbs gefordert ist. Der junge Pianist sagt dazu: "Der Wettbewerb der St?hler-Stiftung ist besonders, da vor dem Spielen noch eine Moderation vorzutragen ist. Ich fand das eine interessante Erfahrung: ein Werk nicht nur einfach zu spielen, sondern mich auch theoretisch damit auseinanderzusetzen und beides in einem Vortrag zu kombinieren." In Duo-Besetzung ist er gleich zweimal im Konzert zu h?ren: Zusammen mit F?rderpreistr?ger Carl Silberbach am Violoncello spielt er Schumanns Fantasiestücke op. 73, mit der jungen Violinistin Alwine Friedenstab einen Satz aus 第一竞彩网s Sonate für Klavier und Violine D-Dur op. 12/1.

Weitere F?rderpreistr?ger sind Gero Schmidt (Violoncello) und Victor Schmidt (Klavier), die als Duo Werke von W?lfl, Webern und Granados pr?sentieren. Der junge Pianist Marcus Zhai, ebenfalls F?rderpreistr?ger, spielt zusammen mit dem Cellisten Oskar Meier die Sonate für Violoncello und Klavier op. 40 von Schostakowitsch. Als weitere ISMA-Studierende sind Pedro Unkart (Posaune), Caja Wohlfeil (Violoncello) und Jonte Nagel (Klavier) zu h?ren. Dorian Saad erh?lt 1.500 Euro Preisgeld, für die beiden jungen Pianisten Victor Schmidt und Marcus Zhai (beide Klasse Prof. Konstanze Eickhorst) sowie die beiden Cellisten Gero Schmidt und Carl Silberbach (beide Klasse Imke Frank) vergab die Jury je einen F?rderpreis in H?he von 500 Euro.

www.mhl-streaming.de jeweils freitags um 18 Uhr abrufbar.

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Lübeck, 01.02.2021

Prof. Gotlinde Sudau gestorben

Gotlinde Sudau, bis 2005 Professorin für Klavier an der MHL, ist am 19. Januar im Alter von 81 Jahren in 第一竞彩网 gestorben. 1939 in M?nkeberg bei Kiel geboren, geh?rte Gotlinde Sudau über drei Jahrzehnte zum Lehrk?rper der MHL.

In der Vorg?ngerinstitution der MHL, der Schleswig-Holsteinischen Musikakademie und Norddeutschen Orgelschule hatte sie in der Klavierklasse von Wilhelm Rau studiert. Dort unterrichtete sie bereits, w?hrend sie sich selber noch in der künstlerischen Ausbildung befand. 1966 gewann sie als erste Pianistin den 1963 ins Leben gerufenen Possehl-Musikpreis und wurde 1967 zur Meisterstudierenden ernannt. In Rezensionen zu Konzerten, die sie in der Region gab, wurde sie immer wieder als Ausnahmepianistin mit besonderer Strahlkraft herausgehoben. 1985 wurde Gotlinde Sudau unter dem damaligen Rektor Professor Manfred Tessmer zur Professorin auf Lebenszeit berufen. Sie bildete zahlreiche Pianisten und P?dagogen aus, in sp?teren Jahren übernahm sie die Leitung des neu entstandenen Instituts für Musikerziehung und verankerte es neben der künstlerischen Ausbildung als wesentlichen Ausbildungszweig der MHL, was als Vorbild für die Ausbildung von Musikerziehern in ganz Deutschland galt.

Bis zu ihrem Ausscheiden im Jahr 2005 blieb sie dieser Aufgabe verpflichtet und k?mpfte, auch auf Verbandsebene, für die Bedeutung der Musikerziehung in der Hochschulausbildung. Mit ihren Konzepten war sie ihrer Zeit oft voraus und schaffte es dennoch, sie gegen alle Widerst?nde durchzusetzen wie beispielsweise bei der Einführung des Faches Improvisation.

Als besonders pr?gende Pers?nlichkeit, beharrliche Vision?rin, unerbittliche Kritikerin in fachlichen Fragen und warmherzigen, humorvollen Menschen: So beschreiben sie ihre Weggef?hrten und ehemaligen Schülerinnen und Schüler. Dass die MHL einen der künstlerischen Ausbildung gleichwertigen p?dagogischen Zweig vorweisen kann, ist auch ihrem jahrzehntelangen unermüdlichen Engagement zu verdanken. Die MHL wird ihr als Vordenkerin und K?mpferin für eine zukunftsf?hige Ausbildung von Musikp?dagogen bleibend dankbar sein.

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Lübeck, 21.12.2020

Ringvorlesung pr?sentiert Thomas Manns Meisterwerk ?Doktor Faustus“

Thomas Manns "Doktor Faustus" steht im Mittelpunkt einer Ringvorlesung, die am Dienstag, 5. Januar im Rahmen des Projekts "第一竞彩网 hoch 3" startet. Fachreferenten der Musikhochschule 第一竞彩网 (MHL), der Universit?t zu 第一竞彩网 sowie gastreferierende Thomas-Mann-Experten und Expertinnen erschlie?en an fünf aufeinanderfolgenden Dienstagen das Meisterwerk des 第一竞彩网er Schriftstellers in Wort und Ton.

Thomas Manns "Doktor Faustus" geh?rt zu den vielschichtigsten und meistdiskutierten Werken des 第一竞彩网er Nobelpreistr?gers. Den historischen Faust-Stoff pr?sentiert er in seinem letzten gro?en Werk in neuem Gewand: Hauptfigur ist der geniale Komponist Adrian Leverkühn, der einen Pakt mit dem Teufel schlie?t, um sich kompositorische Inspiration und Erfolg zu sichern. In Kooperation der MHL mit der Universit?t und der Kulturakademie der Vorwerker Diakonie nimmt die Ringvorlesung "Doktor Faustus" verschiedene Aspekte des bedeutenden Musikerromans aus musik- und literaturwissenschaftlicher Perspektive in den Blick. Es referieren Professorinnen und Professoren aus ganz Deutschland: Wolfgang Sandberger (第一竞彩网, 5. Januar), Oliver Korte (第一竞彩网, 12. Januar), Hans Wi?kirchen (第一竞彩网, 19. Januar), Friedhelm Marx (Bamberg, 26. Januar) und Irmela von der Lühe (Berlin, 2. Februar). Alle Vorlesungen werden von Studierenden der MHL mit passenden Werken musikalisch begleitet.

Er?ffnungsredner Wolfgang Sandberger, Professor für Musikwissenschaft an der MHL, erl?utert: "Thomas Mann ist der musikbegeistertste Autor der Weltliteratur. Auch der Roman 'Doktor Faustus' ist eine Fundgrube für die Verbindung von Musik und Literatur. Dieses Zusammenspiel spiegelt unsere Ringvorlesung: Alle Vortr?ge werden unmittelbar mit einem Klangerlebnis verknüpft." Prof. Dr. Hans Wi?kirchen, Sprecher des Zentrums für Kulturwissenschaftliche Forschung 第一竞彩网, Mitinitiator und ebenfalls Referent der Reihe, betont die Aktualit?t des Romans: "Thomas Manns gro?er Altersroman ist eines der zentralen Fundamente für seinen weltweiten Ruhm. Ohne ?bertreibung kann man sagen, dass das Buch in vielen Teilen auch als Analyse gegenw?rtiger Fragen gelesen werden kann."

In virtuoser Montagetechnik verarbeitet Mann philosophische und kulturtheoretische Ans?tze des frühen 20. Jahrhunderts. Er bedient sich dabei zahlreicher musikwissenschaftlicher Werke und Biografien: Er zieht Briefe von Hugo Wolf heran, Memoiren von Berlioz und Strawinsky, Lebensbeschreibungen von 第一竞彩网, Mozart und Wagner sowie zahlreiche Quellen zur neuesten Musik seiner Zeit, der Zw?lftonmusik Sch?nbergs. Gro?en Einfluss auf den Text hatte der Philosoph und Musiktheoretiker Theodor W. Adorno, der Thomas Mann w?hrend seiner Arbeit am Roman regelm??ig beriet. Adorno half auch beim Erdenken der "Kompositionen" Leverkühns, die Mann so brillant beschreibt, als müsse es sie tats?chlich geben. Vor dem Hintergrund der düsteren politischen und gesellschaftlichen Entwicklung im kalifornischen Exil geschrieben, ist Manns epochaler Roman gleichzeitig eine Abrechnung mit Deutschland in der Zeit des Nationalsozialismus.

www.mhl-streaming.de erstmalig ausgestrahlt. Eine anschlie?ende Liveschaltung bietet Raum für Diskussionen.

Die Ringvorlesung "Doktor Faustus" wird im Rahmen von 第一竞彩网 hoch 3 (LH?) realisiert, einem Projekt der Musikhochschule 第一竞彩网, der Technischen Hochschule 第一竞彩网 und der Universit?t zu 第一竞彩网, unterstützt von der Possehl-Stiftung 第一竞彩网. Ziel ist es, die Vernetzung der Hochschulen mit der Gesellschaft in 第一竞彩网 zu vertiefen und die Ergebnisse und den Wert von Wissenschaft und Kultur bürgernah zu vermitteln.

Ausstrahlungstermine und Themen:

5. Januar 2021, 18 Uhr
Prof. Dr. Wolfgang Sandberger
Zur Musik in "Doktor Faustus" – Ein Versuch
Musik von 第一竞彩网 mit Viktor Soos (Klavier).
Wolfgang Sandberger gibt eine Einführung zur Bedeutung der Musik in Thomas Manns ?Doktor Faustus“ und verortet sie im Schaffen des musikbegeisterten Schriftstellers. Dabei spannt er einen Bogen vom Marienorganisten Edmund Pfühl aus den "Buddenbrooks" über die Unterhaltungsmusik der 1920er Jahre in der Novelle "Unordnung und frühes Leid" bis hin zu den zahlreichen musikalischen Bezügen im Sp?twerk "Doktor Faustus". Im Fokus steht hierbei vor allem Wendell Kretzschmars Vortrag zur Sonate op. 111 von Ludwig van 第一竞彩网 – eine der berühmtesten Musikbeschreibungen der Literatur überhaupt. Der junge MHL-Pianist und Possehl-Preistr?ger Viktor Soos wird diese Sonate im Anschluss zu Geh?r bringen.

12. Januar 2021, 18 Uhr
Prof. Dr. Oliver Korte
Hetaera Esmeralda und die Kunst der musikalischen Kryptografie
Musik von Hollandt, Bach, Fesca , Schumann, Gade und Korte mit Jakob Linowitzki (Klavier), Jan K?hler (Schlagwerk) und dem Quartetto Floriani.
Oliver Korte stellt die musikalische Kryptografie in den Fokus seines Vortrags, die bei "Doktor Faustus" eine bedeutende Rolle einnimmt. Die aus der Schmetterlingsart "Hetaera Esmeralda" abgeleitete Tonfolge h-e-a-e-es zieht sich als Chiffre durch viele der fiktiven Kompositionen Adrian Leverkühns. Sie ist als Emblem seines Paktes mit dem Teufel zu verstehen und gleichzeitig ein Schlüssel dafür, wie der Roman zu lesen ist: als hochgradig verschlüsseltes "Geheimwerk". Jakob Linowitzki (Klavier), Jan K?hler (Schlagwerk) und das Quartetto Floriani zeigen mit Werken aus vier Jahrhunderten von Bach bis zu einer Eigenkomposition des Referenten ganz unterschiedliche raffinierte Spielarten der musikalischen Kryptografie auf.

19. Januar 2021, 18 Uhr
Prof. Dr. Hans Wi?kirchen
Deutsche Geschichte im "Doktor Faustus"
Musik von Schumann, Wagner/Liszt, Webern, Sch?nberg und Eisler mit Mert Yesilmenderes (Klavier), Jasmin Delfs (Sopran) und Changhyun Yun (Bass).
Hans Wi?kirchen sieht durch Manns Auseinandersetzung mit ?sthetischen, musikalischen und politischen Fragen in "Doktor Faustus" nicht nur einen Gegenstand für die kulturwissenschaftliche Forschung. In seinem Vortrag nimmt er Manns Verh?ltnis zur Musik und zur Politik in den Blick und zeigt auf, dass der Roman, gerade im Politischen, auch heute noch von einer geradezu frappierenden Aktualit?t ist. Mert Yesilmenderes (Klavier), Jasmin Delfs (Sopran) und Changhyun Yun (Bass) pr?sentieren Werke, die ein Stück deutscher Musikgeschichte repr?sentieren: vom romantischen Kunstlied, über Wagners Musikdrama bis hin zur Entwicklung der Zw?lftontechnik, die im Faustus-Roman eine bedeutende Rolle einnimmt und der Musik Hanns Eislers aus dem amerikanischen Exil.

26. Januar 2021, 18 Uhr
Prof. Dr. Friedhelm Marx (Bamberg)
Adrian Leverkühn als Faust-Figur: "Dr. Fausti Weheklag" und das Ende des Romans
Musik von Monteverdi, Sch?nberg und Berg mit Mert Yesilmenderes (Klavier), Celina Denden, Nataliya Bogdanova (Sopran), Johanna Thomsen (Mezzosopran) und Ulf Dressler (Theorbe).
Friedhelm Marx untersucht in seinem Vortrag, wie der Roman die mythische Geschichte des Teufelsbündlers Faust mit der prek?ren Gegenwart Deutschlands im Nationalsozialismus verbindet. Dabei steht das letzte Kapitel des Romans, in dem viele mythische und politische F?den zusammenlaufen, im Mittelpunkt. "[…] etwas Modernes, aber mit mythischen Einschl?gen immerhin: eine Art von Teufelsverschreibungs-Geschichte, deren Held ein Künstler (Musiker), kurzum eine unheimliche und komplizierte Sache, die auch die Traurigkeit des deutschen Schicksals mit einschlie?t" – so skizziert Thomas Mann selbst am 9. Mai 1943 in einem Brief an Ida Herz sein neues Romanprojekt. Adrian Leverkühns letztes Werk, die Symphonische Kantate "Dr. Fausti Weheklag" rückt Mann in die N?he ganz unterschiedlicher realer Vorbilder, die Mert Yesilmenderes (Klavier), Celina Denden, Johanna Thomsen, Nataliya Bogdanova (Gesang) und Ulf Dressler (Theorbe) h?rbar machen.

2. Februar 2021, 18 Uhr
Prof. Dr. Irmela von der Lühe (Berlin)
Teufelsbündler: Zur Stoff- und Deutungsgeschichte des "Doktor Faustus"
Musik von v. Arnim, Busoni und Henze mit Pauline Kringel, Xiaofang Zhao (Sopran), Lea Kollath, Jason Ponce, Ninon Gloger (Klavier), Swantje Wittenhagen (Harfe), Aaron Biebuyck (Violine) und Julia Real (Oboe).
Als Scharlatan, Hochstapler und Teufelsbündler hat Heinrich Faust, eine Figur aus dem 16. Jahrhundert, in der deutschen Literatur-und Kulturgeschichte schon eine steile Karriere hinter sich, ehe er als "Doktor Faustus" alias Adrian Leverkühn von Thomas Mann zur Allegorie Deutschlands gemacht wird. Als "gewaltsame Parallele" und "anachronistische Symbolik" wurde Thomas Manns literarische Arbeit am Faust-Mythos kritisiert. Irmela von der Lühe geht in ihrem Vortrag den Umdeutungen und Aktualisierungen nach, die "Faust" als historischer Stoff und zentrale Figur der Literaturgeschichte in "Doktor Faustus" erf?hrt. Pauline Kringel, Xiaofang Zhao (Sopran), Lea Kollath, Jason Ponce und Ninon Gloger (Klavier), Swantje Wittenhagen (Harfe) und Aaron Biebuyck (Violine) pr?sentieren Werke, die exemplarisch für drei unterschiedliche Fassungen des Faust-Stoffes stehen: ein Kunstlied von Bettine von Arnim nach Goethes "Faust", eine Arie aus Ferruccio Busonis Oper "Doktor Faust" und schlie?lich ein Satz aus einem Violinkonzert von Hans Werner Henze nach Manns "Doktor Faustus".

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Lübeck, 03.12.2020

MHL-Studios pr?sentieren "Teufelsgeigerinnen und Teufelsgeiger"

Jeweils am Freitag um 18 Uhr stellen sich Studierende der Musikhochschule 第一竞彩网 (MHL) mit einem Konzert im Streaming-Kanal der MHL vor. Am Freitag, 4. Dezember pr?sentieren sie sich als "Teufelsgeigerinnen und Teufelsgeiger" mit den technisch h?chst anspruchsvollen Solo-Capricen für Violine von Paganini.

Im Jahr der Geige haben die Geigenstudierenden der MHL alle 24 Solo-Capricen auf die Bühne gebracht. In ganz Europa feierte Niccolò Paganini Erfolge und er beherrschte seine Geige so virtuos, dass ihm nachgesagt wurde, mit dem Teufel im Bunde zu sein. 38-j?hrig gab er mit den 24 Capricen sein erstes Werk in Druck. "Dedicati agli artisti" – "den Künstlern gewidmet" schrieb der Komponist auf das Deckblatt seines Opus 1, was nicht anderes bedeutet als: Wer diese Stücke spielen will, muss ein Meister seines künstlerischen Handwerkes sein. Projektleiter Prof. Heime Müller erl?utert: "Die Paganini-Capricen sind mit das Schwerste, was je für Geige solo komponiert wurde. Da werden jedem Interpretierenden die technischen Grenzen aufgezeigt. Ob Paganini seine Werke selbst jemals aufgeführt hat, ist jedoch nicht belegt." 23 Studierende der 第一竞彩网er Geigenklassen von Maria Egelhof, Elisabeth Weber, Daniel Sepec und Heime Müller stellen die technisch herausfordernden Werke vor. Die 24. Caprice spielen die jungen Interpreten – in einem Arrangement von Heime Müller – dann sogar gemeinsam.

Auch die n?chsten "MHL-Studio"-Termine sind schon geplant: Am Freitag, 11. Dezember pr?sentieren sich Studierende der Bratschenklasse von Professorin Pauline Sachse und am Freitag, 18. Dezember gibt es ein Weihnachtskonzert mit den Blechbl?ser-Studierenden unter Leitung des MHL-Posaunist Michael Ranzenberger.

www.mhl-streaming.de jeweils freitags um 18 Uhr abrufbar.

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Lübeck, 02.12.2020

50 Jahre Kniefall von Warschau – Gedenkkonzert der "Stiftung zum 7. Dezember 1970"

Zum 50. Jahrestag des Kniefalls von Willy Brandt in Warschau l?dt die "Stiftung zum 7. Dezember 1970" am Montag, 7. Dezember 2020 zu einem Gedenkkonzert mit Studierenden der Musikhochschule 第一竞彩网 (MHL) ein. Das Konzert wird ab 20 Uhr im MHL-Streaming-Kanal und im Offenen Kanal 第一竞彩网 ausgestrahlt.

Zum fünften Mal veranstaltet die "Stiftung zum 7. Dezember 1970" ihr j?hrliches Konzert in Erinnerung an den Kniefall Willy Brandts vor dem Denkmal der Helden des Warschauer Ghettos. In diesem Jahr sind es Studierende der MHL, die mit Werken von Johannes Brahms und Krzysztof Penderecki an diesen bewegenden Moment in der Geschichte der Bundesrepublik erinnern: 25 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs bat Willy Brandt als damaliger Bundeskanzler mit seiner stillen Demutsgeste um Vergebung für die Verbrechen der deutschen Besatzer in Osteuropa und insbesondere in Polen. Er ebnete damit den Weg für einen innereurop?ischen Auss?hnungsprozess und für die innerdeutsche Auseinandersetzung mit einer verbrecherischen Vergangenheit.

Partner der "Stiftung zum 7. Dezember 1970" ist in diesem Jahr die MHL, die das online-Konzert produziert hat. "Dank dieser wunderbaren Zusammenarbeit", so Stiftungsratsvorsitzender Henning Scheve, "k?nnen wir trotz der Corona-Pandemie an den 50. Jahrestag des Kniefalls erinnern. Und wir k?nnen gemeinsam auf das gro?e Konzertereignis in Danzig, Warschau und 第一竞彩网 aufmerksam machen, das die MHL aus Anlass des Jahrestages für dieses Jahr geplant hatte, wegen der Pandemie aber erst im kommenden Jahr realisieren kann." Auf dem Programm steht das Stück "Per Slava" von Krzysztof Penderecki, das Giljae Lee aus der Cello-Klasse von Troels Svane vorstellt. Von Johannes Brahms erklingt das Klaviertrio op. 8 in H-Dur, interpretiert von Alexandra Suhr (Violine), Florian Schmidt (Violoncello) und Jakob Linowitzki (Klavier). Henning Scheve, Stiftungsratsvorsitzender der "Stiftung 7. Dezember 1970", führt in die Veranstaltung ein. Bettina Greiner vom Willy-Brandt-Haus liest aus den "Erinnerungen" von Willy Brandt. J?rg Linowitzki von der MHL gibt einen Ausblick auf das Konzertprojekt im n?chsten Jahr.

www.mhl-streaming.de und im Offenen Kanal 第一竞彩网 auf der Frequenz 98,8 MHz übertragen.

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Lübeck, 01.12.2020

Sammelband ?Werkstatt Musikgeschichte“ von Volker Scherliess

Einen neuen Sammelband unter dem Titel ?‘Werkstatt Musikgeschichte‘ – Ann?herungen an Musik und Musiker“ hat die Musikhochschule 第一竞彩网 (MHL) herausgegeben. Autor Volker Scherliess fasst darin Reden, Vortr?ge und Einführungen aus seiner über zwei Jahrzehnte w?hrenden musikwissenschaftlichen Arbeit in 第一竞彩网 zusammen.

Volker Scherliess, der im M?rz diesen Jahres 75 Jahre alt geworden ist, versammelt in seinem Band eine Auswahl an Texten, die er w?hrend seiner Hochschult?tigkeit an der MHL vor einem zahlreichen Publikum pr?sentiert hat. Aus seinem reichen Vortragsschatz, vieles davon hat er in der von ihm begründeten Reihe ?Werkstatt Musikgeschichte“ vorgestellt, w?hlt er Werkeinführungen zu Schlüsselwerken der Musikgeschichte wie unter anderem Mozarts Zauberfl?te, 第一竞彩网s Klaviersonaten, Alban Bergs Violinkonzert oder Arnold Sch?nbergs ?Gurre-Lieder“. Es geht jedoch auch um übergreifende Fragestellungen und Betrachtungen zur Musikgeschichte wie etwa um die 第一竞彩网er Abendmusiken, um Dirigenten als ?Taktstockmagier und Klangpolizisten“, um die Wechselbeziehung zwischen bildender Kunst und Musik und um das Brahms-Institut an der MHL. Schlie?lich sind zahlreiche Würdigungen von Komponisten und Interpreten Teil des von der Possehl-Stiftung 第一竞彩网 unterstützten Sammelbandes wie etwa zu Hugo Distler, Walter Levin, Uwe R?hl, Sabine Meyer und dem Artemis Quartett.

Ausgangspunkt aber ist die Antrittsvorlesung von 1991, die Scherliess unter dem Titel ?Was soll uns Musikwissenschaft?“ kurz nach seiner Berufung auf die Professur für Musikwissenschaft an der MHL gehalten hat. Aufgewachsen in Flensburg, war er unter anderem Schüler des 第一竞彩网er Katharineums. Er studierte Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie in Hamburg. Nach seiner Promotion über ?Musikalische Noten auf Kunstwerken der italienischen Renaissance“ folgten Stationen am Deutschen Historischen Institut in Rom, an der Universit?t Tübingen und in Trossingen, wo er 34-j?hrig auf eine Professur für Musikwissenschaft berufen wurde.

Opens external link in new windowWebshop erh?ltlich.

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Lübeck, 24.11.2020

"Inside out – WIR SEHEN UNS!"

Das Kunstprojekt "Inside Out – WIR SEHEN UNS! – by Anja Doehring" wurde am 24. November 2020 auf dem BioMedTec-Wissenschaftscampus am Audimax, M?nkhofer Weg er?ffnet. Weit mehr als 100 Portraits von Lehrenden, Forschenden, Studierenden und Mitarbeitenden h?ngen an der zentralen Fassade auf dem Campus und signalisieren Sichtbarkeit trotz Pandemie.

Initiiert von der Fotografin Anja Doehring und organisiert von der BioMedTec Management GmbH, senden die 第一竞彩网er Hochschulen im Rahmen ihres Kooperationsprojektes "第一竞彩网 hoch drei" (LH?) damit das Signal: Wir zeigen Pr?senz und bleiben den Menschen der Stadt verbunden. W?hrend der Corona-Pandemie sind die sonst so mit Leben erfüllten Hochschulen und der Campus 第一竞彩网 weitgehend menschenleer. Forschung und Lehre gehen jedoch weiter, auch wenn nach au?en hin davon nicht viel zu sehen ist.

Die BioMedTec Management GmbH, die Musikhochschule 第一竞彩网 (MHL), die Technische Hochschule (TH) 第一竞彩网 und die Universit?t zu 第一竞彩网 (UzL) zeigen, dass sie auch in Krisenzeiten zusammenstehen und in der Gesellschaft pr?sent sind. In diesem Sinn sagte UzL-Pr?sidentin Prof. Gabriele Gillessen-Kaesbach anl?sslich der Er?ffnung: "Trotz der Corona-Pandemie wird weiter geforscht, studiert, gelehrt und gearbeitet. Das Fotoprojekt 'Inside Out – WIR SEHEN UNS!' zeigt Portraits von Menschen der drei 第一竞彩网er Hochschulen, die in diesen Zeiten auf dem Campus und in der Stadt nur wenig sichtbar sind. Auf mehr als 100 Fotos sind einzelne Personen zu sehen - dennoch stehen sie zusammen für eine starke und vielf?ltige Gemeinschaft, die nach vorne blickt. Dieser Gedanke passt wunderbar zu unserer Initiative LH?. Ich freue mich, dass wir diese besondere Ausstellung auf dem Campus haben und so den Menschen unserer Hochschulen auch in diesen Zeiten ein Gesicht geben k?nnen."

Auch TH-Pr?sidentin Dr. Muriel Helbig verwies darauf, dass die 第一竞彩网er Hochschulen, Institute und assoziierte Institutionen besonders in Krisenzeiten weiterhin Orte der Vielfalt, des Lernens, des Forschens und des Austausches sind. Sie sagte: "'Inside Out – WIR SEHEN UNS!' zeigt, dass die 第一竞彩网er Hochschulen auch in Zeiten des 'Social Distancing' in der Gesellschaft pr?sent sind und nahbar bleiben. Wir zeigen uns hier als Individuen: fr?hlich, zupackend, optimistisch. Wir halten zusammen, wir suchen nach L?sungen, wir machen einander Mut. Diese Haltung m?chten wir mit den 第一竞彩网erinnen und 第一竞彩网ern teilen und damit ein positives Signal senden. Wir sehen uns."

Prof. Rico Gubler, Pr?sident der MHL zeigte sich sehr erfreut über die gemeinsame Pr?senz der 第一竞彩网er Hochschulen an einem Ort: "Dass auch Portraits der Musikhochschulmitglieder auf dem Campus am Audimax pr?sent sind, ist einerseits ein Signal der Verbundenheit in für unsere Hochschulen sehr schwierigen Zeiten – andererseits ein sichtbares Dokument unserer zukunftsweisenden Hochschulkooperation im Projekt LH?." In der 第一竞彩网er Innenstadt werden die Portraits der Hochschulmitglieder zu einem sp?teren Zeitpunkt zu sehen sein: an der Fassade der zur MHL geh?renden Holstentorhalle.

Insgesamt hat die Fotografin und Künstlerin Anja Doehring mehr als 180 Angeh?rige der 第一竞彩网er Hochschulen portraitiert, die verteilt auf Audimax und Holstentorhalle gezeigt werden. Als ?sthetische Intervention und Teil eines weltweiten Kunstprojekts ist "Inside out – WIR SEHEN UNS! – by Anja Doehring" eingebunden in das internationale, partizipatorische Kunstprojekt "INSIDE OUT" des in New York lebenden franz?sischen Künstlers JR. Seit 2011 haben über 360.000 Menschen aus 142 L?ndern daran mitgewirkt. Die 第一竞彩网er Foto-Installationen werden für mehrere Monate im ?ffentlichen Raum gezeigt. ?ber den Aktionszeitraum hinaus sind die Portraits auf einer Website zu sehen, erg?nzt mit Texten und Geschichten der abgebildeten Personen. Auch auf der Seite des globalen Projekts "INSIDE OUT" wird das 第一竞彩网er Projekt gezeigt.

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Lübeck, 20.11.2020

Spielfreude zum Advent mit MHL-Klezmerensemble "Vagabund"

Unter dem Titel "KlezmAdvent" pr?sentiert das Klezmerensemble "Vagabund" der Musikhochschule 第一竞彩网 (MHL) am Sonntag, 29. November um 19.30 Uhr ihr eigens für die Adventszeit zusammengestelltes Programm, das im MHL-Streaming-Kanal übertragen wird.

 Mit Klarinetten, Violinen, Akkordeon, Kontrabass und Percussion verzaubern die acht jungen Musikerinnen und Musiker im Gro?en Saal der MHL mit vielseitigen Kl?ngen der ursprünglich jüdischen Musik Osteuropas: Musik, die zum Zuh?ren, Nachdenken und gar zum h?uslichen Mittanzen einl?dt. Mit Witz und W?rme gibt das Ensemble den alten Klezmer-T?nzen neuen Glanz, l?sst bekannte Filmmelodien durchblitzen und steckt mit seiner Spielfreude an.  

"Sie shpiel‘n Klezmer so schein" schw?rmte Klezmer-Koryph?e Giora Feidman im vergangenen Januar, als er die jungen Klezmorims einlud, den zweiten Teil seines Konzertes im 第一竞彩网er Dom zu er?ffnen. Als "Vagabund" streichen die acht Studierenden der MHL seit Oktober 2019 durch die Lande. Aus künstlerischen und p?dagogischen Studieng?ngen haben sie in einem Seminar unter Leitung des MHL-Klarinettisten und Dirigenten Professor Bernd Ruf zusammengefunden, der sie weiterhin an der MHL coacht: "Es ist eine wahre Freude mit dem Ensemble zu arbeiten. Energie pur!"

Die Spielfreude der jungen Ensemble-Mitglieder Lina Gronemeyer(Klarinette) und Sophie Kockler (Bassklarinette), Svenja Lippert und Johanna Bechtel (Violinen), Sophie Rasmussen (Viola), Joshua Schlegel (Akkordeon), Sophie Corves (Kontrabass) sowie Hannes Pries (Perkussion) l?sst den Funken in Konzerten schnell überspringen. Ob dies auch in Corona-Zeiten im Live-Stream gelingt, ist für die jungen Klezmorims besonders aufregend, doch die Freude auf das gemeinsame Musizieren übertrifft jede Nervosit?t: "Es ist wunderbar, endlich wieder zu acht auf der Bühne zu stehen und unsere Musik mit anderen Menschen teilen zu k?nnen", schw?rmt Klarinettistin Lina Gronemeyer.

www.mhl-streaming.de übertragen.

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Lübeck, 19.11.2020

57. Possehl-Musikwettbewerb entschieden

Der 57. Wettbewerb um den Possehl-Musikpreis, der am Dienstag und Mittwoch in der Musikhochschule 第一竞彩网 (MHL) ausgetragen wurde, ist entschieden. Die Jury kürte zwar keinen ersten Gewinner, dafür aber alle fünf Finalisten für ihre künstlerischen Leistungen.

Zwei zweite Preise gingen an die Fagottistin Ariane Bresch und die Bratschistin Gueli Kim, zwei dritte Preise an den Bratschisten Bennet Morrice-Ortmann und den Cellisten Raphael Zinner. Der Pianist Lucas Huber-Sierra erhielt eine F?rderpr?mie. Elf Studierende der F?cher Gesang, Klavier, Viola, Cello, Fagott, Fl?te und Klarinette traten in der ersten Runde gegeneinander an, fünf von ihnen kamen ins Finale. Sie pr?sentierten ihre gut halbstündigen Programme mit anspruchsvollen und virtuosen Sonaten, Suiten und Konzerten unter anderem von Bach, Brahms, 第一竞彩网, Schumann, Bartók und Hindemith in diesem Jahr nur vor der Jury im Gro?en Saal der MHL. Publikum war dort vom Wettbewerb ausgeschlossen, es konnte den musikalischen Wettstreit aber live im MHL-Streaming mitverfolgen.

Insgesamt vergab die neunk?pfige Jury unter Vorsitz von Dr. Ole Kr?nert (Possehl-Stiftung) 10.000 Euro Preisgeld. Ariane Bresch aus der Klasse von Prof. Pierre Martens wurde mit 2.500 Euro ausgezeichnet. Die 23-j?hrige Franz?sin ist Akademistin des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt 第一竞彩网 und interessiert sich besonders für Barockmusik, Gesangsensemble und brasilianische Percussion-Musik. Die 28-j?hrige Südkoreanerin Gueli Kim aus der Klasse von Prof. Pauline Sachse ging aus verschiedenen nationalen und internationalen Wettbewerben bereits als Preistr?gerin hervor und war Mitglied der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker. Sie erhielt ebenfalls 2.500 Euro. Bratschist Bennet Morrice-Ortmann aus der Klasse von Prof. Barbara Westphal und Cellist Raphael Zinner aus der Klasse von Prof. Troels Svane wurden mit jeweils 2.000 Euro ausgezeichnet.

Jurorin Prof. Inge-Susann R?mhild sagt: ?Es ist ein Glück, dass der Wettbewerb trotz der gesellschaftlichen Gesamtsituation stattfinden konnte. Das ist auch der guten Vorbereitung zu verdanken. Uns ist es ein Anliegen damit auf die Systemrelevanz von Musik und Kultur im Allgemeinen und auf ihre Bedeutung für die Gesellschaft hinzuweisen.“ Zu den weiteren Juroren geh?rten in diesem Jahr der Vorsitzende Professor Gerd Uecker (Vorsitzender des Hochschulrates), Dr. Christian Strehk (Kieler Nachrichten) und Stefan Vladar (Generalmusikdirektor Theater 第一竞彩网) mit. Die MHL-Professorenschaft vertraten Lena Eckels, Rico Gubler, Diethelm Jonas und Otto Tolonen. Das Preistr?gerkonzert soll am 10. Juli 2021 stattfinden und Gelegenheit bieten, die Preistr?ger noch einmal live zu erleben.

Der Possehl-Musikpreis wird seit 1962 für MHL-Studierende ausgeschrieben. Renommierte Solisten und Ensembles, wie die Klarinettistin Shirley Brill, der Cellist Thomas Grossenbacher und das Artemis-Quartett waren Preistr?ger des Wettbewerbs. 2019 gewannen ihn die Klarinettistin Anna Paulová und die Harfenistin Swantje Wittenhagen.

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Lübeck, 17.11.2020

Die MHL-Erkl?rung

Kultur ist nicht nur systemrelevant, sie ist lebensrelevant! Wir Mitglieder der Musikhochschule 第一竞彩网 machen mit dieser Erkl?rung auf die entstandene Notlage der Kulturbranche durch die Corona-Pandemie aufmerksam.

Die vielf?ltige Kulturlandschaft wird insbesondere von freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern sowie von Klein- und Kleinstbetrieben gepr?gt, deren Existenz aktuell stark bedroht ist.

Mehr als 258.790 Unternehmen und über 1,2 Millionen Kernerwerbst?tige sind in der Kultur- und Kreativwirtschaft t?tig. Die Selbst?ndigen-Quote ist mit 20,9 Prozent besonders hoch. Im Jahr 2019 erzielte die stetig wachsende Kulturbranche eine Bruttowertsch?pfung von gut 106,4 Milliarden Euro (+ 3, 5 Prozent gegenüber 2018) und einen Umsatz von 174,1 Milliarden Euro (+1,77 Prozent gegenüber 2018). Mit ihrem Beitrag zur volkswirtschaftlichen Gesamtleistung übertrifft die Kultur- und Kreativwirtschaft im Bereich Wertsch?pfung inzwischen andere wichtige Branchen wie die Chemische Industrie, die Energieversorger und die Finanzdienstleister (vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Monitoringbericht Kultur- und Kreativwirtschaft 2020).

Momentan werden Kulturinstitutionen und vor allem alle selbstst?ndigen Kultur- und Kreativschaffenden im Vergleich zu anderen Branchen nicht ausreichend unterstützt. Deutlich erkennbar wird dies, wenn Profi-Sportlerinnen und Profi-Sportler weiter ihre Arbeit ausüben dürfen, Profi-Kulturschaffende dagegen nicht. Eine Steigerung der Streaming-Nachfrage führt nicht unmittelbar dazu, dass die Künstler wirtschaftlich profitieren k?nnen. Eine Verlagerung des kulturellen Angebots in die digitale Welt kann dem ungebrochenen Bedürfnis nach Pr?senzveranstaltungen und Live-Erlebnissen vor Ort nicht gerecht werden. Denn erst im gemeinsamen Erleben entsteht der differenzierte und inklusive Dialog, der die Gesellschaft pr?gt und zusammenh?lt. Kultur ist existentiell. Sie regt an zum Nach- und Mitdenken. Sie ?ffnet Horizonte. Sie schafft ein Bewusstsein für aktuelle Fragestellungen, zeigt kritisch gesellschaftliche Herausforderungen auf und bietet Perspektiven für die Zukunft. Wir Mitglieder der Musikhochschule 第一竞彩网 setzen ein Zeichen. Wir unterstützen regionale und bundesweite Initiativen wie die Aktionen ?Stille.Laute.Stimme.“, ?Ohne Kunst und Kultur wird‘s still.“ und ?Alarmstufe Rot“. Gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen müssen schnell und unbürokratisch Wege aus der Krise gefunden werden, damit Deutschland auch morgen noch von seiner kulturellen Vielfalt profitiert. 1 Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Monitoringbericht Kultur- und Kreativwirtschaft 2020.

 

Zitate Hochschulangeh?riger zur MHL-Erkl?rung:

Johanna Bechtel, Studentin Violine
Die ersten Konzerte nach dem Lockdown im Frühjahr, als Zuh?rerin oder auf der Bühne, die M?glichkeit mit geliebten Menschen wieder Musik zu machen, haben mir auf überw?ltigende Weise gezeigt, wie alternativlos das unmittelbare Erleben von Musik ist.

Martin Blank, MHL-Bibliothek
Zuerst geht es um Solidarit?t. Wir alle wollen doch, dass unsere Familie und unsere Freundinnen und Freunde weiterhin ihrer Arbeit nachgehen k?nnen.

Ann-Kristin Hauberg-Lahoud, Leiterin Künstlerisches Betriebsbüro der MHL
Viele Kulturinstitutionen, wie auch die MHL, haben ein hervorragendes Konzept erarbeitet, das alle erforderlichen Sicherheits- und Hygieneaspekte berücksichtigt. Ich finde daher den kompletten Lockdown, den Kulturinstitutionen zus?tzlich zu den Einnahmeeinbu?en durch geringere Besucherstr?me hinnehmen müssen, kaum vertretbar.

Frank Maximilian Hube, Dozent für Korrepetition, Orchester- und Ensembleleitung
Kunst und Kultur machen unser Leben reicher. Unabh?ngig davon, ob wir uns dafür entscheiden, sie als Teil unseres Lebens anzuerkennen oder nicht, sind sie immer da: als Teil unserer Identit?t. Sie beeinflussen den Herzschlag und den Duft einer Gesellschaft, ihre Art zu kommunizieren, zu genie?en oder gar zu streiten. Ohne Kunst und Kultur verliert eine Gesellschaft ihr Rückgrat und ihre Zukunft.

John Lehman, M.F.A., Dozent Pop-Gesang
Als Chorleiter, Dirigent und Regisseur stelle ich fest, dass Menschen beim Singen und Spielen zusammen-arbeiten und ihre Vielfalt nutzen, um etwas Einheitliches zu schaffen und es mit ihrem Publikum zu teilen. Diese wichtige Art von friedlichem Zusammenkommen unter den Menschen fehlt w?hrend der Corona-Sperrzeit. Deshalb sollten wir und die Regierung alles tun, was in dieser schwierigen Zeit m?glich ist, damit unser kulturelles Leben noch gedeiht und nicht verschwindet.

Elisabeth Pelz, Dozentin für Bewegungstraining
Die Lage der Kulturschaffenden ist prek?r. Sie leiden zum einen unter dem Lockdown, da sie schlicht-weg nicht arbeiten dürfen. Zum anderen leiden sie, weil sie sich gegen die von der Politik unterschwellig transportierte Haltung zur Wehr setzen müssen, sie dienten vor allem der Zerstreuung und seien damit momentan verzichtbar. Kultur muss sichtbar sein, denn nur in der physischen Begegnung verdichtet sich das Erleben. ?ber den Folgen des Lockdowns für alle Kultureinrichtungen, der fehlenden Interaktion zwischen Künstlern aller Art und ihrem Publikum, dem fehlenden kulturellen Austausch wird die Gesellschaft verarmen.

Ella Rosenberg, Studentin Orgel, Klavier
Kunst und Kultur, die T?tigkeit eines jeden Künstlers und einer jeden Künstlerin ist in meinen Augen ?u?erst systemrelevant, vielleicht systemrelevanter als viele andere Aspekte unserer heutigen Gesellschaft. Trotz jedweder Kontakteinschr?nkungen und wichtigen Vorsichtsma?nahmen, wünsche ich mir von jedem und jeder Einzelnen Musiker/in den Mut zu haben, sich in der aktuellen Situation im besonderen Ma?e zu zeigen, das gr??tm?gliche zu tun, um für unser Publikum auch jetzt da zu sein und unser Recht nicht zu verwirken auch ?nach“ Corona weiterhin zu konzertieren, gesch?tzt und gef?rdert zu werden.

Pauline Sachse, Professorin für Viola
Kultur gibt den Menschen Hoffnung und hilft ihnen, Krisen zu überstehen und zu gestalten. F?rderung der Kultur ist auch Krisenbew?ltigung!

Jens Thoben, Professor für Klarinette
Worin besteht die ?Systemrelevanz“ der Kunst? Sie hinterfragt und beleuchtet bestehende gesellschaftliche Verh?ltnisse, ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und gibt Menschen in schweren Zeiten Halt und Trost. Gerade jetzt brauchen wir die Freie Szene als wesentlichen Tr?ger der deutschen Kulturlandschaft.

Susanne Vogel, Dozentin Soul-Ensemble, E-Bass, Musiktheorie
Die Menschen gew?hnen sich leider daran, dass Kultur (wie Wasser und Strom) ?aus der Wand“ kommt. Mit dem Unterschied, dass man für Wasser und Strom selbstverst?ndlich bezahlt. Die neuerliche gro?-fl?chige Schlie?ung von Kultureinrichtungen ? trotz wohlüberlegter Hygienekonzepte ? bef?rdert diese Entwicklung.

Clemens Wiencke, Dozent für Klavier und Angewandtes Klavierspiel
Pr?sent gemeinsam Musik und Kunst zu erleben, ist eine existenzielle Notwendigkeit. Das Verbot kultureller Veranstaltungen halte ich für falsch, willkürlich und nicht gerechtfertigt, da die erarbeiteten Hygienekonzepte eine gro?e Sicherheit gew?hrleisten und Kultur nicht verzichtbar ist. Aufgrund der Willkür dieses Verbots fordere ich, dass die wirtschaftlichen Verluste aller Betroffenen vollst?ndig ausgeglichen werden und die gesamte Branche mit ihren unterschiedlichen Selbst?ndigen, Firmen und Angestellten in voller H?he entsch?digt wird.

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Lübeck, 11.11.2020

Martin Hundelt bleibt Vizepr?sident der MHL

Martin Hundelt bleibt weiterhin Vizepr?sident der Musikhochschule 第一竞彩网 (MHL). In seiner Sitzung am vergangenen Montag best?tigte der Senat der MHL den 59-J?hrigen einstimmig im Amt. Er tritt damit im Januar 2021 seine vierte Amtszeit an.

Hundelt unterrichtet an der MHL seit 2001 Gesang und Fachdidaktik im Lehrauftrag, seit 2012 ist er Vizepr?sident mit dem Themenschwerpunkt ?Lehre‘ und damit zust?ndig für alle Bachelor- und Masterstudieng?nge an der MHL. Unter seiner Leitung konnte in den vergangenen Jahren eine strukturierte Studierendenberatung aufgebaut werden. Ebenso wurden in dieser Zeit viele Studienangebote der MHL weiterentwickelt und erfolgreich reakkreditiert. Sein Bestreben bleibt es, die Studierenden in ihrem individuellen Studienerfolg zu unterstützen und die Attraktivit?t des Studiums an der MHL weiter zu bef?rdern.

Er geh?rt zum vierk?pfigen Pr?sidium, das die MHL leitet. Weitere Pr?sidiumsmitglieder sind Pr?sident Prof. Rico Gubler, Kanzler Jochen Kirchner und Vizepr?sident Prof. Dr. Oliver Korte.

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Lübeck, 10.11.2020

?MHL-Studios“ starten wieder: MHL-Ensemble Alte Musik unter Leitung von Pieter-Jan Belder

Die Musikhochschule 第一竞彩网 (MHL) startet erneut ihre Streaming-Reihe ?MHL-Studios“, die sie bereits im ersten Lockdown begonnen hat. An fünf Terminen sind jeweils am Freitag um 18 Uhr Konzerte mit verschiedenen MHL-Interpreten zu h?ren.

Am Freitag, 13. November pr?sentieren die ?MHL-Studios“ als Erstes das Ensemble Alte Musik unter Leitung des Barockspezialisten Pieter-Jan Belder. Insgesamt 40 Studierende der MHL haben in ihrer 14-t?gigen Herbstarbeitsphase unter Leitung des Dozenten für Alte Musik Pieter-Jan Belder barocke und klassische Werke einstudiert. Mit festlichen und schwungvollen Kompositionen aus dem 17. und 18. Jahrhundert – vom reinen Streicherklang bis zur Sinfonie – entführen die jungen Musikerinnen und Musiker des Ensembles für Alte Musik in die Welt des Barock und der Wiener Klassik. Für einen authentischen Klang spielen sie dabei erstmals mit den neu erworbenen Barockb?gen. Auf dem Programm stehen das Concerto Grosso in D-Dur von Arcangelo Corelli mit den Solistinnen Sophia Eschenburg und Mixia Kang, die erste Orchestersinfonie von Carl Philipp Emanuel Bach und Haydns Sinfonie Nr. 81 in G-Dur. Pieter-Jan Belder verantwortet als Nachfolger von Hans-Jürgen Schnoor den Bereich ?Alte Musik“ an der MHL. Der Niederl?nder konzertiert als Solist und mit verschiedenen Ensembles in ganz Europa.

Opens external link in new window/veranstaltungen/mhl-streaming/ erreichbar.

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Lübeck, 19.10.2020

第一竞彩网er 1to1concerts gehen in neue Runde – schon über 120 Konzerte gespielt

Die 第一竞彩网er 1to1concerts gehen mit Beginn des Wintersemesters in eine neue Runde. Von Montag, 26. bis Freitag, 30. Oktober gibt es t?glich vier neue Konzerte mit Studierenden der Musikhochschule 第一竞彩网 (MHL) an neuen Spielorten auf der 第一竞彩网er Altstadtinsel.

?ber 120 Minikonzerte haben Studierende der MHL seit Juni an verschiedenen 第一竞彩网er Spielorten aufgeführt, seit die 1to1concerts im Norden an den Start gingen. Mittlerweile sind sie in 15 deutschen St?dten, Australien und Frankreich vertreten. Junge Musikerinnen und Musiker aus verschiedenen Instrumentalklassen der MHL beteiligen sich mit Solodarbietungen. So sind zurzeit Streicher, Bl?ser und Schlagzeuger in den rund 10-minütigen Konzerten zu h?ren. Jedes 1to1concert ist eine eins-zu eins-Begegnung zwischen Musiker und Zuh?rer. Ein er?ffnender Blickkontakt ist der Impuls für ein sehr pers?nliches Konzert, eine ungew?hnliche und für beide Seiten intensive Erfahrung, die N?he trotz Distanz erm?glicht.

Es ist ein musikalisches ?Blind Date“, denn auf welchen Musiker die Zuh?rer treffen, ob ein auskomponiertes Werk oder eine freie Improvisation aus dem Blickkontakt erw?chst, bleibt eine ?berraschung. Projektleiterin Professorin Pauline Sachse, die die 第一竞彩网er 1to1concerts initiiert hat, erl?utert: ?In über 120 Konzerten trafen in den vergangenen Monaten 第一竞彩网erinnen und 第一竞彩网er an besonderen Konzertorten auf unsere Studierenden und lie?en sich von ihnen eins zu eins musikalisch bewegen. Die Rückmeldungen unserer Konzertbesucher sind sehr berührend und zeigen, wie stark ein kurzer Augenblick sein kann und was Musik auszul?sen vermag!“

Mitwirkende sind Lina Gronemeyer und Lisa Wegmann (Klarinette), Ariane Bresch-Le Baron (Fagott), Mariam Vardanyan (Violine), Daniel Burmeister, Emilie Dupont, Lise Guerin, Sophie Rasmussen, Anna-Lea Rebholz und Miriam Solle (Viola) sowie Sergio Fernández (Schlagwerk). Bratschistin Miriam Solle beschreibt ihre Erfahrungen: ?Immer wieder erstaunlich finde ich, was Musik in einem Menschen hervorrufen kann. Dies wird gerade in dem 1to1concert-Format spürbar. Der Unterschied des Blickkontakts zu Beginn und nach dem musikalischen Vortrag ist immens, nachhaltig und einzigartig.“ Die 1to1concerts schaffen ein buntes Mosaik neuer Konzertorte, beleben die Kulturlandschaft und 第一竞彩网er Gesch?fte.

Bundesweit gibt es Initiativen von Profi-Orchestermusikern, die bereits rund 4.000 1to1concerts auf Initiative von Stephanie Winker, Franziska Ritter und Christian Siegmund umgesetzt haben. Ausschlie?lich in 第一竞彩网 werden die 1to1concerts durch Studierende einer Musikhochschule gestaltet. Sie sind ein ?Kulturfunke“-Projekt des Kulturtreibhauses, erm?glicht durch die F?rderung der Possehl-Stiftung 第一竞彩网. Die Minikonzerte k?nnen über die Website www.1to1concerts.de/luebeck/ gebucht werden. Die Teilnahme ist kostenfrei, Spenden an die F?rderergesellschaft der MHL unter dem Stichwort ?1to1concerts“ sind jedoch willkommen. Sie werden eins zu eins an bedürftige Studierende weitergereicht.

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Lübeck, 16.10.2020

Drei neue Professoren an der MHL

Die MHL hat drei neue Professuren in den F?chern Klarinette, Instrumental- und Gesangsp?dagogik sowie Musikp?dagogik besetzt.

Jens Thoben ist neuer Professor für Klarinette an der Musikhochschule 第一竞彩网 (MHL). Der 44-j?hrige Klarinettist tritt die Nachfolge von Reiner Wehle an, der zum Wintersemester in den Ruhestand gegangen ist. Jens Thoben ist Absolvent der MHL. Er studierte in der internationalen Klarinettenklasse des Professorenehepaares Sabine Meyer und Reiner Wehle in 第一竞彩网, wo er 2001 sein künstlerisches Diplom erwarb. Ein Stipendium brachte ihn anschlie?end an die Akademie des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks unter Lorin Maazel und Mariss Jansons. Mit Erfolgen bei internationalen Wettbewerben begann 2001 auch seine Karriere als Solist und Kammermusiker. Konzertreisen führten ihn durch Europa, in die USA und nach Asien sowie zu den wichtigsten europ?ischen Festivals. 2002 wurde Thoben als erster Solo-Klarinettist der Duisburger Philharmoniker engagiert, eine Position, die er zw?lf Jahre sp?ter zugunsten eines Lebens als freischaffender Klarinettist und P?dagoge wieder aufgab. In Berlin widmete er sich verst?rkt seinen fachübergreifenden Interessen: An funktionalen und ganzheitlichen Ans?tzen interessiert, besch?ftigte er sich in einer vierj?hrigen Lehrausbildung intensiv mit der Lichtenberger? angewandten Stimmphysiologie, sowie mit neurophysiologischen Grundlagen des Lernens und mentalen ?betechniken. Parallel dazu absolvierte er bei der Berliner Mezzosopranistin Regina Jakobi über vier Jahre ein privates klassisches Gesangsstudium. Damit begann sein p?dagogischer Werdegang: Im Anschluss an eine Vertretungsprofessur an der Essener Folkwang-Universit?t der Künste holte ihn Professor Martin Spangenberg 2015 als seinen Assistenten an die Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Neben seiner p?dagogischen T?tigkeit spielt Jens Thoben in wechselnden kammermusikalischen Formationen und Orchestern. Als Soloklarinettist ist er regelm??ig in den gro?en H?usern zu Gast, wie der Bayerischen Staatsoper München, der Semperoper Dresden und der Deutschen Oper Berlin. Dort arbeitet er mit renommierten Dirigentinnen und Dirigenten wie Kirill Petrenko, Sir Colin Davis, Joana Mallwitz, Omer Meir Wellber und Lahav Shani zusammen. 2021 soll seine neue CD mit Klarinettensonaten und Quintetten von Herbert Howells und Charles Villiers Stanford auf den Markt kommen. Thoben reizt es besonders, sich mit alternativen und genreübergreifenden Auftrittsformen zu besch?ftigen: So stand er 2014 als Klarinettist, S?nger und Schauspieler in einer Vier-Personen-Fassung von Purcells Semi-Oper ?King Arthur“ auf der Bühne des Staatstheaters Hannover. Mit seinem Ensemble ?hear now berlin“ erforscht er Grenzgebiete zwischen Avantgarde, Neuer Musik, Jazz, Minimal und Pop. Seinen Studierenden m?chte er zu einer gel?sten K?rperlichkeit, bewusster Technik und einem autonomen, tragf?higen Klang verhelfen. In der sorgf?ltigen Arbeit am Notentext sollen sie lernen, ihre eigene pers?nliche Interpretation zu entwickeln. ?Nach 20 Jahren an Deutschlands sch?nste Musikhochschule zurückkehren zu dürfen, ist eine Riesenfreude und eine Ehre“, so Thoben. ?Ich freue mich auf ebenso frischen wie vertrauten Wind, regen musikalischen Austausch an der MHL und lange Spazierg?nge am Brodtener Ufer.“

Corinna Eikmeier ist auf die neu geschaffene Professur für Instrumental- und Gesangsp?dagogik an der Musikhochschule 第一竞彩网 (MHL) berufen worden. Die aus einer Musikerfamilie stammende 51-J?hrige studierte Violoncello, zeitgen?ssische Musik und Improvisation in Hannover, Duisburg, Mainz und Leipzig. Zu ihren Lehrern geh?rten Konrad Haesler, Julius Berger, Siegfried Palm, Gerhard Mantel, Tilo Augsten und Peter Jarchow. Schon w?hrend ihres Studiums interessierte Eikmeier sich für die Zusammenh?nge zwischen musikalischem Ausdruck und K?rperbewegung und erg?nzte ihr Musikstudium durch ein Feldenkrais-Training in Wien. Aus der Besch?ftigung mit der Frage, wie sich die Prinzipien der Feldenkrais-Methode künstlerisch umsetzen lassen, ergab sich für Eikmeier die Auseinandersetzung mit Improvisation als eigenst?ndiger Kunstform. Seit 1995 ist sie zus?tzlich zu ihrer Konzertt?tigkeit im Bereich der Klassik an zahlreichen interdisziplin?ren Projekten beteiligt. Ihre Auseinandersetzung mit dem Thema erm?glichte ihr ein Dorothea-Erxleben-Stipendium und mündete in Publikationen und einer Dissertation, die 2016 unter dem Titel ?Bewegungsqualit?t und Musizierpraxis. Zum Verh?ltnis von Feldenkrais-Methode und musikalischer Improvisation“ erschien. Seit 30 Jahren unterrichtet Eikmeier Violoncello. Künstlerisch hat sie sich auf Improvisation spezialisiert. So ist sie unter anderem Mitglied im ersten improvisierenden Streichorchester. Sie gastiert bei vielen nationalen und internationalen Symposien und Festivals so wie beim ?New Directions Cello Festival“ in Ithaca (New York). An der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover lehrte sie Feldenkrais und elementare Improvisation. 2017 und 2018 war sie Gastprofessorin für Musikp?dagogik an der Brandenburgischen technischen Universit?t Cottbus/Senftenberg. Zu ihrer Arbeit in 第一竞彩网 sagt sie: ?Ich freue mich auf den Gestaltungsspielraum und die kreative Zusammenarbeit mit vielen inspirierenden Menschen. Meinen Studierenden m?chte ich sprühende Energie für das Unterrichten vermitteln und sie dabei unterstützen, viele Fragen zu stellen und neue L?sungsans?tze zu finden. Auf meine neue Heimat 第一竞彩网 schaue ich mit Neugier: Bislang hat sich 第一竞彩网 von einer ?u?erst freundlichen Seite gezeigt, fast immer war strahlender Sonnenschein.“

Annette Ziegenmeyer ist neue Professorin für Musikp?dagogik an der Musikhochschule 第一竞彩网 (MHL). Sie folgt Professor Jens Knigge nach, der an die Universit?t von Levanger (Norwegen) gegangen ist. Die 44-J?hrige studierte Schulmusik mit Hauptfach Blockfl?te an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Aufbaustudien in Musikerziehung und Künstlerische Ausbildung schlossen sich an. Ein Künstler- und Komponistenstipendium führte die junge Musikerin nach Paris, wo sie an einem Musikkonservatorium erste Lehrerfahrungen sammelte. Nach ihrem Referendariat promovierte sie in Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Tanz K?ln mit einem Thema über die franz?sische Diseuse Yvette Guilbert. Nach einigen Jahren als Studienr?tin an der Stormarnschule in Ahrensburg war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Musikp?dagogik an der Europa-Universit?t Flensburg und seit 2015 als Akademische R?tin an der Bergischen Universit?t Wuppertal t?tig. Dort gründete sie zusammen mit Bj?rn Krüger den ?KulturCampus Wuppertal“, der es Studierenden erm?glicht, kulturelle Projekte im Bergischen Land zu entwickeln und durchzuführen. Die gebürtige Hildesheimerin ist verheiratet und wird Anfang des kommenden Jahres nach 第一竞彩网 übersiedeln. ?Die Idee an die Hochschule zu gehen, hat sich aus dem Zusammenspiel meiner Erfahrungen an Schule und Universit?t entwickelt“, erz?hlt Ziegenmeyer. ?Die Tatsache, dass ich an beiden Orten zwei Jahre lang parallel t?tig sein konnte, bot die ideale Voraussetzung dafür. Die Musikhochschule ist für mich der ideale Ort für den Dialog zwischen Kunst, P?dagogik und Wissenschaft.“ Auf ihre neue Heimat 第一竞彩网 und ihre Arbeit freut sie sich: ?Ich bin neugierig auf all das, was wir an der MHL und im 第一竞彩网er Raum gemeinsam an Projekten, Ideen und Visionen in der kommenden Zeit entwickeln und langfristig schaffen werden“.

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Lübeck, 06.10.2020

第一竞彩网er Brahms-Institut erwirbt Brahms-Brief

Das Brahms-Institut an der Musikhochschule 第一竞彩网 (MHL) hat einen neuen Brief von Johannes Brahms erworben. In einer Versteigerung des Warschauer Auktionshauses Desa Unicum kamen Ende September insgesamt 30 Besitztümer aus dem Nachlass des jüdischen Pianisten und Komponisten Wladyslaw Szpilman unter den Hammer. Institutsleiter Professor Wolfgang Sandberger erhielt den Zuschlag für einen Brief von Johannes Brahms an seine Jugendliebe Bertha Faber.

 Die Auktion des Nachlasses von Wladyslaw Szpilman, dessen Schicksal durch den Oscar-gekr?nten Film ?Der Pianist“ von Roman Pokanski weltbekannt wurde, sorgte schon im Vorfeld für ein gro?es Medienecho. Für rund 6.000 Euro erwarb Sandberger einen Brief von Johannes Brahms aus dem Jahre 1872, der jahrelang über Szpilmans Flügel hing. Für Szpilman war er Ausdruck seiner Bewunderung für die deutsche Musik, der er sich trotz seiner Leiden unter dem Nazi-Regime verbunden fühlte.

Wolfgang Sandberger, Leiter des 第一竞彩网er Brahms-Instituts, ist fasziniert von der Neuerwerbung: ?Der Brief ist ein berührendes Dokument aus Brahms‘ Feder, in dem der 38-j?hrige Komponist vom Besuch bei seinem todkranken Vater in Hamburg berichtet.“ Auf einem beidseitig beschriebenen Doppelblatt, zu dem auch das Kuvert erhalten ist, teilt er seiner Jugendliebe Bertha Faber mit: ?Ich sehe wenigstens da? m. Vater nicht von Schmerzen geplagt ist […]. Bisweilen plaudert m. Vater auch ein weniges u. h?rt auch zu.“ Eine Woche nachdem der Sohn diese Zeilen verfasste, starb Johann Jakob Brahms.

Bertha Faber (geb. Porubzky) war eine Wiener Pastorentochter, die Johannes Brahms 1859 in Hamburg kennen lernte, als sie im dortigen Frauenchor sang. Die gegenseitige Zuneigung ist aus dem erhaltenen Briefwechsel herauszulesen. In jenen Sommermonaten sang Bertha dem jungen Komponisten ein Wiener Volkslied vor, das er 1868 in seinem weltberühmten ?Wiegenlied“ op. 49 Nr. 4 wieder aufgriff. Die Widmung des bis heute unter dem Titel ?Guten Abend, gut‘ Nacht“ bekannten Liedes lautet verschlüsselt: ?An B. F. in Wien“. Anlass für die Komposition war die Geburt von Bertha und Arthur Fabers zweitem Sohn.

Der bis dato unver?ffentlichte Brief war im 第一竞彩网er Brahms-Institut nicht unbekannt. Dass gerade dieses Schriftstück jetzt seinen Weg in die 第一竞彩网er Sammlung gefunden hat, erz?hlt eine spannende Geschichte über die musikwissenschaftliche Forschungsarbeit: Bei Recherchen für das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gef?rderte Brahms-Briefwechsel-Verzeichnis (BBV) wurden die 第一竞彩网er Forscher dank eines Presse-Artikels über Szpilman auf die Existenz des Dokumentes aufmerksam. 2006 gelang es ihnen, mit Szpilmans Sohn in Hamburg Kontakt aufzunehmen, der den Brief geerbt hatte. So wurde er lange vor seiner Erwerbung als einer von fast 11.000 Briefen im BBV verzeichnet.

W?adys?aw Szpilman (1911–2000) war ein polnischer Pianist, Komponist und Schriftsteller. Als Jude wurde er im Nationalsozialismus verfolgt. Weltweit bekannt wurde er durch die Schilderung seines Schicksals im Warschauer Ghetto, wo er als einziges Mitglied seiner Familie überlebte. 1939 hatte Szpilman die letzte Live-Ausstrahlung des Warschauer Rundfunks gespielt. Wiederum mit einem Szpilman-Konzert nahm dieser seinen Betrieb nach dem Zweiten Weltkrieg erneut auf. Szpilman komponierte symphonische und konzertante Werke, Klaviermusik, zahlreiche H?rspiel- und Filmmusiken sowie rund 500 Lieder und Schlager, von denen viele noch heute popul?r sind.

Das Brahms-Institut an der Musikhochschule 第一竞彩网 ist ein internationales Kompetenz- und Dokumentationszentrum zu Leben und Werk des Komponisten Johannes Brahms (1833-1897). Eines der weltweit am meisten beachteten Projekte des Instituts ist das Brahms-Briefwechsel-Verzeichnis (BBV). Als frei zug?ngliche Internet-Datenbank (www.brahms-Institut.de) verzeichnet es s?mtliche Briefe von und an Johannes Brahms und ist ein wichtiges Grundlagenwerk für die Forschung zu Leben und Werk des Komponisten. Das Verzeichnis mit über 10.800 Briefen entstand als Forschungsprojekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Von den bisher ermittelten Briefen stammen 6.840 von Brahms und 3.960 von seinen über 1.000 Briefpartnern. 3.476 Schreiben davon sind bisher unver?ffentlicht. Das BBV ist ein ?work in progress? und wird durch jeden neu ermittelten Brief erweitert.

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Lübeck, 03.09.2020

第一竞彩网 hoch 3 (LH?) geht an den Start

Jetzt ist es offiziell! ?第一竞彩网 hoch 3“ geht heute an den Start. ?第一竞彩网 hoch 3 (LH?) ist das Gemeinschaftsprojekt der Universit?t zu 第一竞彩网, der Technischen Hochschule 第一竞彩网 und der Musikhochschule 第一竞彩网. Es steht für den Wissenstransfer in die Stadtgesellschaft und die Zusammenarbeit der Hochschulen.

Die drei Hochschulen mit ihren über 10.000 Studierenden pr?gen das wissenschaftliche und kulturelle Profil der Hansestadt 第一竞彩网. Wissen und K?nnen zu vermehren und zu vermitteln sind Kernaufgaben von Hochschulen. Dazu geh?rt es auch, dass die Hochschulen über transparente Kommunikation über Wissenschaft und Kultur, deren Inhalte, Arbeitsweisen und Haltungen den Dialog mit der Gesellschaft suchen.

Alle drei Hochschulen vereint das Bestreben, die Vernetzung der Hochschulen mit der Gesellschaft in 第一竞彩网 zu vertiefen und bürgernah die Ergebnisse und den Wert von Wissenschaft und Kultur zu vermitteln. Mittels konkreter Projekte und Veranstaltungen st?rkt ?第一竞彩网 hoch 3“ den Wissenstransfer zu den Bürgerinnen und Bürgern der Hansestadt 第一竞彩网. Prof. Dr. Gabriele Gillessen-Kaesbach, Pr?sidentin der Universit?t zu 第一竞彩网 ?u?ert sich über die Bedeutung von ?第一竞彩网 hoch 3“: ?Die 第一竞彩网er Hochschulen verstehen sich mit ihren Wissenschaftlern, Studierenden und Mitarbeitern als gestaltender Teil der Stadtgesellschaft. Dieses Miteinander ist eine Verpflichtung, die gelebt sein will. Ich bin daher sehr glücklich, dass wir mit der Technischen Hochschule und der Musikhochschule die Initiative zu ?第一竞彩网 hoch 3“ gestartet haben. Mit diesem gemeinsamen Projekt k?nnen wir unsere Forschungsprojekte und -ergebnisse sowie die kulturellen Formate der Stadtgesellschaft vorstellen. Gerne laden wir Sie zum Austausch mit uns und zum Miteinander ein.“

Hinter ?第一竞彩网 hoch 3“ steht die Idee von einer eigenen Wissensplattform. Für eine Gesellschaft ist es von gro?er Bedeutung, sich auf Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Fakten über zentrale Zukunftsthemen zu verst?ndigen. ?第一竞彩网 hoch 3“ steht deshalb für Wissenstransfer, wechselseitigen Dialog und neue Ideen. ??ber 10.000 Studierende und weit über 1.000 hervorragende Wissenschaftler*innen an den drei staatlichen Hochschulen 第一竞彩网s sind das Potenzial von ?第一竞彩网 hoch 3“.

?第一竞彩网 hoch 3“ bietet ihnen die Plattform, gemeinsam Projekte durchzuführen, um unsere Wissenschaften den Bürgerinnen und Bürgern nahezubringen. Das Besondere an ?第一竞彩网 hoch 3“ wird in der Projektarchitektur deutlich. Jedes Projekt wird von mindestens zwei Hochschulen durchgeführt, es handelt sich somit immer um Kooperationen zwischen unterschiedlichen Disziplinen.

Und auf noch eine Neuerung freuen wir uns ganz besonders: Auch tolle Projektideen von Bürgerinnen und Bürgern k?nnen gemeinsam mit den Hochschulen bei ?第一竞彩网 hoch 3“ umgesetzt werden,“ betont Dr. Muriel Kim Helbig, Pr?sidentin der Technischen Hochschule 第一竞彩网, den gro?en wissenschaftlichen Fundus 第一竞彩网s. Bedeutend ist aber auch die künstlerische Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen. Vor diesem Hintergrund entwickeln die Hochschulen ihre Projekte und stellen die Ergebnisse auf ?第一竞彩网 hoch 3“ vor und zur Diskussion.

Der Pr?sident der Musikhochschule 第一竞彩网 (MHL), Prof. Rico Gubler, sieht in dem Gemeinschaftsprojekt ein deutliches Zeichen für enge Zusammenarbeit und betont die Strahlkraft mit den Worten: ?“第一竞彩网 hoch drei“ ist künftig das Symbol der drei Lübschen Hochschulen, deren Wirkungspotential in die Gesellschaft hinein weitaus mehr ist als die Summe ihrer Einzelteile. Auf den bereits bestehenden und bew?hrten Kooperationen aufbauend, legen wir damit eine Basis für ein noch engeres Zusammenspiel, das nicht nur ein Gewinn für die Hochschulen selber, sondern für 第一竞彩网 und die ganze Region sein wird.“

In drei Projektlinien wirkt ?第一竞彩网 hoch 3“ über Projekte und Veranstaltungen. Die Projektlinie ?DEIN LH? - 第一竞彩网 bilden“ bietet Bildungs- und Kulturangebote. Diese Angebote geben Einblicke, vermitteln Wissen und bilden im Sinne des Lebenslangen Lernens weiter. Sie richten sich an unterschiedlichste Personengruppen und wecken Neugier bei Jung und Alt. So zeigen und verst?rken die Projekte den gesellschaftlichen Wert von Wissenschaft und Kultur, unter anderem durch konkrete Bezüge zum Alltag. Die Projektlinie ?MEIN LH? - 第一竞彩网 beteiligen“ erm?glicht die Umsetzung eigener Projektideen von Bürgerinnen und Bürgern mit Bezug zu Wissenschaft und Kultur. Eine Idee wird zum Projekt. Dabei arbeiten Gesellschaft und Hochschulen direkt zusammen: Wissenschaft unterstützt Bürgerinnen und Bürger, Ideen aus der Forschung finden Eingang in st?dtische Planungen, verschiedene Gremien und Einrichtungen beteiligen sich an Initiativen und Projekten zu Themen der Zeit. Hier k?nnen eigene individuelle Projektideen eingereicht werden. Die Projektlinie ?UNSER LH? - 第一竞彩网 bewegen“ st?rkt den Diskurs in der Gesellschaft mit dialogorientierten Formaten. Wissenstransfer und kulturelles Erleben brauchen Austausch und Diskussion. Gemeinsam werden zentrale Themen von verschiedenen Seiten beleuchtet. Digitale, hybride und Live-Angebote bieten den Interessierten Einblicke in die Hochschulen und in ihre Projekte. Der offene Dialog st?rkt dabei alle Beteiligten. Durch konkrete Projekte in diesen drei Projektlinien tragen die Hochschulen den Wert von Wissenschaft und Kultur noch st?rker in die Gesellschaft. Aktuelle Themen der Zeit werden aufgenommen, diskutiert und sind die Inhalte, um Wissen zu vermehren.

Ein erstes Beispiel dieser Zusammenarbeit im Rahmen von ?第一竞彩网 hoch 3“ ist das Projekt ?a BRIEF history?. In diesem Projekt kooperieren die Universit?t zu 第一竞彩网 mit dem ZKFL, die Musikhochschule 第一竞彩网 mit dem Brahms-Institut und erstmalig 13 Museen, Archive und Sammlungen der Hansestadt 第一竞彩网.

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